Karate-Weltmeisterin und Olympia-Hoffnung: Alisa Buchinger

Feb 28, von Clara in Interviews

Alisa Buchinger ist österreichische Karate-Weltmeisterin und  mehrfache U-21 Europameisterin. Wir haben der beeindruckenden Salzburgerin, die den zweiten Platz in der WKF Weltrangliste belegt, Fragen zu ihrem Werdegang, ihren Erfolgserlebnissen und ihrer Motivation gestellt.

Wie bist du zu Karate gekommen? Wie hast du deine Leidenschaft dafür entdeckt?

Ich bin mit fünf Jahren zu meinem Trainer gekommen - von Anfang an hat mir der Sport gefallen und ich bin dabeigeblieben. Am besten gefällt mir an Karate, dass man unterschiedliche Dinge beherrschen muss. Es spielt eben nicht nur Ausdauer eine Rolle, sondern Technik, Schnelligkeit, Kraft und Taktik sind ebenso wichtig. Eigentlich muss man alles trainieren und in allen Komponenten gut sein, um erfolgreich zu sein. Das ist ja das Gute, dass man eben nicht nur einseitig trainiert.

Wenn ich mir ein Ziel stecke, möchte ich es auch erreichen..

 Was treibt dich an?

Ich habe immer ein Ziel gehabt, wie zum Beispiel, dass ich Weltmeisterin werde, was ich auch geschafft habe. Jetzt habe ich das Ziel, 2020 an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ein Ziel vor Augen zu haben, das ich erreichen möchte, treibt mich an.

Welchen Stellenwert haben Ziele für dich?

Ziele haben einen sehr hohen Stellenwert für mich: Wenn ich mir ein Ziel stecke, möchte ich es auch erreichen. Wenn man so ehrgeizig ist wie ich, dann erreicht man es auch irgendwann! Natürlich kann es sein, dass man versagt und verliert, das gehört dazu. Aber am Ende der Karriere sollte man sagen können: Ich habe erreicht, was ich mir vorgenommen habe.

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Wie gehst du einerseits mit Erfolgserlebnissen, andererseits mit Rückschlägen um?

Es hat beides Vor- und Nachteile. Erfolgserlebnisse sind natürlich großartig, man freut sich und ist darüber im Moment total glücklich. Jedoch wird es dadurch nicht leichter, denn die Konkurrenz schläft nicht. Als Favoritin bist du dann diejenige, die „gejagt“ wird und die geschlagen werden muss. Die Schwierigkeit ist, dass man lernen muss, mit diesem Druck umzugehen.

Mit Rückschlägen wiederum habe ich langsam gelernt umzugehen. Ich bin eine schlechte Verliererin, daher habe ich erst lernen müssen, mit einem nicht so guten Ergebnis umzugehen. Es ist aber sehr wichtig, dies zu lernen.

Gab es Momente, wo du entmutigt warst? Wieso bist du drangeblieben?

Es gibt immer einen Moment, wo man nicht weiß, wie es weitergeht. Im großen Ganzen war es nie so, dass ich tatsächlich aufhören wollte.Jedoch kommt man, wenn man alles erreicht hat, irgendwann einmal an den Punkt, wo man nicht weiß, wie es weitergeht und alles in Frage stellt. Ich habe dann glücklicherweise relativ schnell mein nächstes Ziel gesteckt, also in meinem Fall die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Aber es war noch nie so, dass ich daran gedacht habe aufzuhören.

Wenn du etwas erreichen willst, dann gib alles und niemals auf.

 Du unterstützt auch Hilfsprojekte in Indien. Was ist dein Ziel dabei?

Das Ziel dabei ist, dass ich die Frauen zu mehr Selbstvertrauen ermutige und sie ihren eigenen Stellenwert als Frau besser erkennen. Ich möchte sie dabei unterstützen, nein zu sagen und sie allgemein stärken.

Hast du vielleicht einen Motivationstipp?

Wenn du etwas erreichen willst, dann gib alles und niemals auf. Denn das ist das, was es ausmacht: Dranbleiben und nicht aufhören!

Was sind, neben den Olympischen Spielen, deine nächsten Ziele? Hast du sonst noch andere Ziele oder Projekte?

Langfristig habe ich das Ziel bei den Olympischen Spielen 2020 teilzunehmen. Dazwischen gibt es die europäische Meisterschaf im Mai und die Weltmeisterschaft im November. Natürlich gibt es dann auch ganz viele Qualifikationen für die Olympischen Spiele. Das sind erstmals viele kleine Zwischenziele, die ich für das große Ziel „Olympische Spiele“ erreichen möchte.

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