Obstacle Course Racing: Renato Kuzek im Gespräch

Dez 12, von Goalify in Interviews

Renato Kuzek hat es sich als Ziel gesetzt, seinen Lebenstraum zu erfüllen und Leistungssportler zu werden. Vor knapp 2 Jahren ist er in das OCR (obstacle course racing) eingestiegen und hat, obwohl er Newcomer ist, bei vielen Meisterschaften bereits Top-Positionen erzielt. Auch ist er auf die Teilnahmen an Europameisterschaften und Weltmeisterschaften 2017 stolz.

 Wie hast du deine Leidenschaft für Spartan Races entdeckt?

Ich bin eigentlich über einen Social-Media-Post auf ein Spartan Race in München gekommen. Daraufhin habe ich mich mit einem Freund dazu entschlossen, im April 2016 bei dem Race in München mitzumachen. Das war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe etwas Sportliches gesucht, was kein reiner Ausdauersport oder reines Krafttraining ist. Ein Spartan Race ist genau eine Kombination aus beiden und daher ideal für mich. Außerdem bin ich eher ein Wettkampftyp und war schon immer ein Adrenalinjunkie, was mir für das Spartan Race zugutekommt.

Jeder soll die Dinge verfolgen, die einem Spaß machen.

Was ist die wichtigste Lektion, die du bei den Rennen gelernt hast?

Eigentlich bin ich ein Typ, der gerne Siege feiert und nur zufrieden ist, wenn das Rennen ein Erfolg ist. Daher musste ich lernen, falls es mal nicht gut gelaufen ist, zu sagen: Das macht nichts, ich mache trotzdem weiter.

 Wie bereitest du dich auf deine Rennen vor – sowohl körperlich als auch mental?

Ich trainiere sehr viel: Ich laufe zwischen 80 und 95 km pro Woche und gehe daneben klettern. Am wichtigsten ist jedoch die Ernährung. Für mich ist Low Carb (Anm. der Redaktion: eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten) sehr schlecht. Ich trainiere jeden Tag sehr viel, daher brauche ich viele Kohlenhydrate. Außerdem achte ich auf die biologische Herkunft der Produkte.

 Gab es Momente, in denen du entmutigt warst? Wieso bist du dann doch drangeblieben?

Dieses Jahr gab es diesen Moment bei der OCR - European Championship 2017. Eigentlich waren es die idealen Bedingungen: es war nicht zu heiß und es regnete etwas - also perfekt für mich. Jedoch habe ich den Fehler gemacht, dass ich keine Eiweißgels oder Snacks mitgehabt habe. Dann ist mir schlichtweg die Kraft ausgegangen und ich habe unterwegs zu viele Krämpfe bekommen. Ich bin fast unter Tränen ins Ziel eingelaufen. Durch meinen Stolz bin ich drangeblieben. Ich habe mir gedacht: Ich vertrete Österreich - ich möchte das gerne durchziehen.

Wie wichtig sind Ziele für dich?

Nur wenn Spaß und Motivation dahinter sind, wird man auch gut darin.

Ziele sind sehr wichtig für mich – durch Ziele bekomme ich einen Plan. Da ich für jedes Rennen trainiere und mich vorbereite, bekomme ich durch dieses Ziel bereits einen Plan. Vor dem Rennen ist jeder Tag genau geplant, daher sind Ziele sehr wichtig für mich.

Hast du noch Tipps für unsere LeserInnen?

Jeder soll die Dinge verfolgen, die einem Spaß machen. Nur wenn Spaß und Motivation dahinter sind, wird man auch gut darin. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Dinge am wichtigsten sind.

 

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